Mit fränkischen
Musikern, Künstlern
und Kabarettisten

16. / 17. Juni 2018

 

Künstler & Akteure beim Edzerdla

Johann Müller

johann-mueller-338px... der Liedermacher aus dem Steigerwald, kommt aus Burghaslach ("Hosla"). Seit Jahren gilt er als der Geheimtipp in der fränkischen Szene. Seine gefühlvoll-anarchischen Mundartlieder gehen ins Ohr und unter die Haut. Dialekt ist für ihn Muttersprache und Kern seiner Identität. Keiner versteht es wie er, Geschichten und Gefühle, Mund-Art und Poesie in kurzweilige, "sägrauhe" Songs zu verpacken und diese virtuos an den Saiten und authentisch in der Stimme vorzutragen.

Neben seinen bisher erschienenen CDs ("Horch", "Zwaa Händ", "Wunderboora Dooch" und, zusammen mit Helmut Haberkamm, "Fodd ieberm großn Wasser") kann er auch noch mit einem bunten Repertoire von über 150 eigenen Songs aufwarten. Er gehört seit Jahren zum Besten, was es im Liedermacher-Genre auf fränkischen Kleinkunstbühnen zu hören gibt. Keines seiner Konzerte gleicht dem anderen. Jedes einzelne ist einmalig geprägt von seiner eigenen Stimmung und Örtlichkeit. Überaschend und packend seziert er das fränkische Seelenleben mit seinen zum "Greina schönen" Liedern.

Johann Müller wird am Samstag auf der Hauptbühne das erste fränkische MundArt-Festival eröffnen.

Matthias Egersdörfer

Egersdoerfer_338px„VOM DING HER“

Neulich hörte Egersdörfer jemanden sagen: „Das ist ja unmöglich vom ganzen Ding her.“ Egersdörfer war fasziniert von dieser Aussage. Er lief schnell nach Hause und sagte zu seiner Frau: „Ich liebe dich vom ganzen Ding her.“ Die Frau runzelte ihre Stirn und kurz darauf lächelte sie. Dann klingelte das Telefon. Egersdörfer hob den Hörer ab. Jemand fragte: „Wie soll denn dein neues Programm heißen?“ Er überlegte nur kurz und sagte: „Vom Ding her.“ In diesem Programm wird Egersdörfer meist im Stehen unmögliche Geschichten erzählen.

Es ist gut möglich, dass in den Geschichten auch sprechende Singvögel vorkommen und drei Gerüstbauer. Das Publikum darf gerne lachen, wenn es möchte. Bitte erschrecken Sie nicht wenn, Egersdörfer keine gute Laune hat. Das kommt gelegentlich einmal vor. Trotzdem kann es vom ganzen Ding her vielleicht lustig werden.

www.egersdoerfer.com

Landmusigg

landsmusigg_338pxSieben Jahre gibt es die sieben Musiker nun bereits als „Landmusigg“ und demnächst
(Ende 2015) erscheint dann auch das lang erwartete zweite Album der Band um den
Liedermacher Siggi Michl, deren explosiv melancholischer und rumpelnd groovender
Stil in einem Wort am besten als fränkische Weltmusik beschrieben ist. Die Einflüsse
sind sowohl lateinamerikanisch als auch balkanesk, hier klingt´s nach Klezmer und
nach fränkischem Tanzboden, nach Raggae und Zwiefachem, nach Ska und
Tarantella. Die Texte sind derb und sensibel, Nabelschau und Weltsicht, aber immer
mit einer guten Portion vom „Frängischn Schbirrid“.
Landmusigg sind: Judith Förster (Klarinette/Flöte/Gesang), Hannah Förster
(Geige/Gesang), Georg Hofmann (Bass), Sandra Hollstein (Akkordeon/Gesang), Siggi
Michl (Gitarre/Gesang), Harry Tröger (Schlagzeug/Quitscheentchen/wortloser Gesang)

www.siggi-michl.de/landmusigg.html

Günter Stössel

Guenther-Stoessel_338pxOb auf den kleinen Bühnen der Region, als Buchautor oder „Schmarrer“ im Lokalradio - der 1944 mit Pegnitzwasser getaufte Günter Stössel hat schon vielen Zuhörern ein Lächeln abringen können. Voraussetzung zum Mitlachen: Man versteht Fränkisch. Vor drei Jahren wurde seine Popularität mit dem BLM-Hörfunkpreis quittiert, sein Sprachkurs „Nämberch English Spoken“ und das provokant formulierte „Nürnberg bei Fürth“ stehen in vielen fränkischen Bücherregalen. Im Jahr 2010 ist er seit genau 40 Jahren Profi-Unterhalter. Als Transportmittel seines Humors dienen ihm Folk, Blues und Ragtime. Bei Liveauftritten flicht er eigene Gedichte und Texte in sein Programm ein. „Spontanes Zwischendurch-Kabarett“, wie er selbst es nennt, entsteht meistens durch Zwischenrufe aus dem Publikum. Eine Art „Hit“ ist das Stück „Aff Nämberch nei“ geworden, in dem er Metzger über Schweinau und Lehrer über Großgeschaidt in die Stadt schickt.

franken-wiki.de/index.php/Günter_Stössel

Mia Pittroff

Mia-Pittroff_338px„Ganz schön viel Landschaft hier“

Mia Pittroff steht da, wo Sie vielleicht gerade selbst noch standen. Doch wo andere vielleicht nur „ganz schön viel Landschaft“ sehen, entdeckt die gebürtige Oberfränkin und Wahlberlinerin immer noch etwas mehr. Und mit ihrem unvergleichlich lakonischen Humor fördert sie dabei Erstaunliches zutage.

Der Teufel steckt noch immer im Detail. Er wohnt auf verblichenen To-do-Listen am Kühlschrank, auf tätowierten Unterschenkeln, in kryptischen QR-Codes. Warum überqueren Menschen im Rentenalter in Scharen die Alpen? Und überhaupt: Warum wollen immer alle, dass es bergauf geht, wenn bergab doch so viel entspannter sein kann? Im Laufe des Abends enttarnt sie das Alltägliche als hochpolitisch und entlarvt das scheinbar Politische als banal. Mia Pittroff findet vielleicht nicht auf alles eine Antwort. Aber das wäre auch zu schade– so können die schönen Fragen bleiben.

„Mia Pittroff linst mit einer hochgezogenen Augenbraue durch die Gesellschaftslupe, tänzelt vergnügt an ihre Staffelei und pinselt eine herrlich absurde, subtile bis subversive Collage. Fabelhaft!“ – Bonner Generalanzeiger, 2014

„Mia Pittroff geht an Orte, die uns allen bekannt sind. Und sie sieht da Dinge, die wir bestimmt alle schon mal gesehen haben. Aber sie tut das auf ihre ganz eigene Art. Mein Damen und Herren, diese Frau ist nicht zauberhaft, diese Frau ist auf den Punkt.“ - Anmoderation Kay Ray im Schmidt Theater

www.kultus-agentur.de/miapittroff.html

Blues&Kusz

Blues_und_KuszFitzgerald Kusz
Der „Dichter der Franken“ (Süddeutsche Zeitung), gehört zu den meistgespielten deutschen Dramatikern. Schweig, Bub! stand 34 Jahre auf dem Nürnberger Spielplan. Die Mundartgedichte von Fitzgerald Kusz sind zeitlos. Geschätztes Haltbarkeitsdatum: 2040. Manche seiner Texte sind hart wie Wutausbrüche, andere so zart wie Flaum. In seiner Lyrik erkennt sich der Franke wieder. Und der Rest der Welt erkennt darin den Franken. Der ein Realist ist. Und kein Träumer.“ (Bayerischer Rundfunk.) Seit nunmehr 20 Jahren tourt er mit seinem Blues-Brother Brandl durch die fränkischen Lande.

Klaus Brandl
„Frankens heimliche Antwort auf J.J. Cale und Eric Clapton“ (NN), hat sich dem Blues verschrieben, seit er aus der Schule flog. Die Gitarre ist sein Leben. Sein kongeniales Slide-Guitar-Spiel ist Melancholie pur. Mit der Klang-Magie seiner Gitarre berührt und begeistert er sein Publikum. Der Funke springt über. Klaus Brandl außerdem ist Brandl auch noch ein wunderbarer Song-Komponist. 2014 wurde er mit dem Nürnberger Kulturförderpreis ausgezeichnet.

Ein musikalisch-poetisches Klang-Erlebnis, bei dem alle Vibrations stimmen. Wort und Musik, Melancholie und Lebensfreude verschmelzen zu einer bittersüßen Einheit, die es in sich hat. Auch an der «Pengertz» kann man den Blues haben. Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

kusz.de

Manfred Kern & Harry Düll

Kern_Duell_338pxManfred Kern, der 2013 den Gottlob-Haag-Ring erhielt, und Harry Düll, bekannt durch Blues-Konzerte solo und mit Band sowie durch die musikalische Zusammenarbeit mit der Singer-Songwriterin Bettina Hirschberg, verbinden auf kongeniale Weise Mundartlyrik mit Blues- und Folkmusik eigener Prägung. Über ihre gemeinsame CD "Habbag auf dem Highway" befand der Bayerische Rundfunk: "... klingt wie aus einem Guss. Zu keiner Zeit ist man irritiert, wie es sonst bei Mundart-trifft-Moderne-Projekten öfters mal der Fall ist. Blues, Folk, Fränkisch - passt!" In der Südwest-Presse hieß es anlässlich eines Auftritts des Duos: "„Die Mischung Düll und Kern hat was Geniales. Schlitzohrig-hintersinnig, oft liebevoll beschreibend, manchmal bei aller Zartheit überraschend bissig sind die Verse, die Kern in drei Jahrzehnten Beobachtungs- und Lyrikarbeit gestaltet hat.“ Auf dem Kapellenberg stellen die beiden neben ihren "Klassikern" auch Neues vor. Rechtzeitig zum Festival erscheint Manfred Kerns Gedichtband "Baradiesischi Zeide" im Verlag ars vivendi in Cadolzburg.

habbag.sternturm.de

Helmut Haberkamm

Helmut-Haberkam_338pxSeit seinem preisgekrönten Erstling „Frankn lichd nedd am Meer“ (1992) kennt man Helmut Haberkamm als vielseitigen, produktiven Schriftsteller, der die fränkische Mundart virtuos zum Klingen bringt. Neben seiner preisgekrönten Dialektlyrik ist er auch mit seinen fränkischen Übertragungen englischsprachiger Songs bekannt geworden, v.a. denjenigen von Bob Dylan (CD „Fodd ieberm großn Wasser“, mit Johann Müller).

Große Bühnenerfolge feierten auch seine Theaterstücke „Schellhammer“, „No Woman, No Cry – Ka Weiber, ka Gschrei“, „Die g'schenkte Stund“, „Die Schuddgogerer“, „Der Frankenhasser“, „Die Fichtn im Weiher“, „Der Kaschberlesmoo“ und „Dem Shakespeare sei Sommernachtstraum“.

Zuletzt erschienen von ihm der Gedichtband „Uns schiggd der Himml“, die CDs „Gidderbarri“ und „Hinnerwidder & redur“ (mit Klaus Treuheit), die aberwitzige Kuriositätensammlung „Tödliches Franken“ mit schwarzhumorigen Unglücksfällen sowie der hintersinnige Band „Siggsdersla“ mit „Bildli“ von Andreas Riedel und „Soocherer“ von Helmut Haberkamm.

Dieser Autor bietet eine vielseitige, kunstreiche und gehaltvolle Dialektlyrik modernen Zuschnitts – mit Emotion und Nachdenklichkeit, Sprachwitz und ironischem Biss.

helmuthaberkamm.de

Winni Wittkopp und die Skinny Winni Band

Skinny-Winni-Band_338pxWinni Wittkopp (Gesang, diverse Gitarren), der legendäre Bugatti aus dem Stück „No Woman, No Cry – Ka Weiber, ka Gschrei“, greift voll in die Saiten und wird tatkräftig unterstützt von den drei Männern von der Skinny Winni Band, die rocken können, dass die Hemden schwitzen und die Tropfen fliegen: Arne Unbehauen (Gesang, Piano), Sinisa Mandic (Schlagwerk) und Andy Dorn (Bass).

Die Titel allein sprechen schon Bände: „Alle Dooch griggsd dein Schlooch“, „A Bier mid am Drieb“, „Mein Schwaaß und mei Schieß“, „Der Kalde-Fieß-Blues“, „Bevorsd widder losgehst auf mich, schausdi selber amoll on“, „Ka Sau kenndi, wennsder saudreggerd geht“.

Also sowos! Des mußd fei derlebbd hoom!

skinny-winni-band.de

Mäc Härder

mac-haerder_338pxIst das nicht schön? Es gibt ein bayerisches Heimatministerium. Mit Sitz in Nürnberg. Davon könnte man bierduselig und weinselig werden, aber in Wirklichkeit ist es eine Schnapsidee.

Ein echter Franke muss den Begriff „Heimat“ mit Leben füllen. Mäc Härder passt genau für diese Aufgabe: Er stammt aus Unterfranken, lebt in Oberfranken und hat Freunde in Mittelfranken. Letzteres ist schwer, aber möglich. In seinem neuesten Bühnenprogramm „Viva la Heimat“ zeigt er, wie Franken wirklich ist, wie Bayern gern wäre und wie Deutschland nie sein wird.

Diese Show ist wieder eine faszinierende Mischung aus Kabarett, Artistik und Comedy, gefüllt mit fränkischer Bauernschläue und weltläufiger Gerissenheit. Was der Arzt ist für die Kranken – das ist Mäc Härder für die Franken.

Und nachher werden Sie sagen: Heimat – da wäre ich auch gerne.

www.maec-haerder.de

Wolfgang Buck Band

buck_band_338pxGenau underm Himml das neue Programm

Was hat ein Schweinebraten mit dem Yin und Yang zu tun? Warum hat Hänsel gegen das Mastprogramm der fränkischen Hexe keine Chance? War Dürer schwul? Wofür soll Multi-Tasking gut sein und warum besteht Musik nicht nur aus Noten, sondern auch aus Pausen? Fragen über Fragen. Sie werden auch im neuen Programm „Genau underm Himml“ von Wolfgang Buck und seiner famosen Band nicht so recht beantwortet, denn: Wer weiß, was wahr ist …

Es kommen außerdem vor: Eine zerrupfte Möwe, flüsternde Wolken aus Zuckerwatte, 13 Schnäpse, Eppelein von Gailingen, ein Minenfeld, Leistungsträger und Geringverdiener und ein wunderbarer Flecken, an dem man mit seiner großen Liebe Rücken an Rücken genau unterm Himmel sitzen kann.

Wolfgang Buck - Gesang, Gitarre | Steff Hänisch - Schlagzeug | Felix Lauschus - Trompete, Gesang, Percussions | Oliver Saar - Saxophon, Gesang | Rupert Schellenberger - Keyboards | Michael Schmidt - Bass, Gesang

www.wolfgang-buck.de  www.facebook.de/wolfgangbuck  www.youtube.com/user/wwwwolfgangbuckde

Nein, es ist nicht immer logisch, was der Franke denkt und meint, schon gar nicht, was er sagt – wenn er spricht. Meine Bühnenprogramme sind seit vielen Jahrzehnten eine Suche nach dem inneren roten Faden der fränkischen Seele. Gefunden habe ich Abgründe und paradiesische Nischen zugleich. Im Franken vereinen sich Sarkasmus, Derbheit und Anarchie mit der Verniedlichung beinahe aller Alltäglichkeiten („hammer a weng a Problem“) und dem Wegdrücken ungebetener Anfechtungen („host du des in der Zeitung glesn?“ „Was für a Zeitung?“).

Wenn mir danach ist, sing ich das alles einfach weg. Seit ich mit Winni Wittkopp bei den „Hobelspänen“ zum ersten Mal auf der Bühne eine Gitarre in der Hand hatte, lassen mich die „Liedla“ nicht los. Und: vieles unseres täglichen Ungemachs bleibt einem weniger im Hals stecken, wenn man es singt. Ganz besondere Momente sind für mich die Auftritte mit dem Pianisten Jo Barnikel und Norbert Nagel am Saxofon.

klaus-karl-kraus.de

Derabeudisches Orkester Ober-Franken

Derabeudisches-Orkester-Ober-Franken-1000Sie spielen traditionelle Musik aus aller Damen und Herren Länder und sind dabei frisch, frech, unkonventionell und ungestüm. Wer einmal eines der Derabeudn-Konzerte erlebt hat, und sich
dabei nach Lust und Laune der Musik hingegeben hat, weiß um den heilenden Effekt dieser energiegeladenen Kapelle. Außerdem spielen die sechs ohne Strom. Deshalb derabeudisch
und ökologisch Güteklasse A+++.

Mit von der Partie: Hannah Förster (Geige), Judith Förster (Klarinette), Sandra Hollstein (Akkordeon), Andi Richter (Klarinette, Dudelsäcke), Ian Chapman (Tuba), Siggi Michl (Bauchtrommel)

Gankino Circus

gankino-circus live am edzerdla 2016Mit rasanten Melodien und unbändiger Spielfreude rücken Gankino Circus aus dem mittelfränkischen Dietenhofen der Musik ihrer Heimat zu Leibe und machen sie durch ihren einzigartigen Humor dem Publikum zugänglich. „Irrsinn und Idyll“ heißt ihr aberwitziges Konzertkabarett-Programm. Ralf Wieland, begnadeter Geschichtenerzähler und Gitarrist, führt durch das Programm und lässt auf urkomische Weise den Wahnsinn hinter der fränkischen Dorfidylle hervorschimmern.

Mit von der Partie sind: der ebenso elegante wie therapiebedürftige Arztsohn Dr. Simon Schorndanner Junior an Saxophon und Klarinette. Der launische Akkordeonmeister Maximilian Eder aus der traditionsreichen Dynastie der Eders. Und natürlich der lausbübische Percussion-Tausendsassa Johannes Sens, der sich wie wild in die Herzen der Zuschauer trommelt, um dann im Moment höchster musikalischer Virtuosität sich die Kleider vom Leib zu reißen. Ein Auftritt der vier Musiker ist weniger ein Konzert als vielmehr ein weltmusikalisches Schauspiel, ein kabarettistisches Spektakel, eine subkulturelle Sensation!

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